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Guatemala

Wundervolles Guatemala: unsere Reise vom Lago de Atitlan über Antigua nach El Paredon am Pazifik

Als wir uns während unserer Weltreise entschlossen, von Mexiko weiter nach Guatemala zu reisen, wussten wir noch nicht, wie wundervoll dieses Land ist. Wir verbrachten insgesamt 3,5 Wochen im Dezember und Januar in Guatemala und bereisten den Lago de Atitlan, Antigua und die Pazifikküste. Dabei ließen wir es relativ entspannt angehen. Guatemala hat uns unglaublich gut gefallen, und unsere Highlights stelle ich euch in diesem Beitrag vor.

Vulkan-Kulisse am Lago de Atitlan

Der Lago de Atitlan ist ein Muss für jede Guatemala-Reise. Wir waren sprachlos, als wir ihn zum ersten Mal erblickten. Umgeben von drei mächtigen Vulkanen und kleinen, indianisch geprägten Mayadörfern bietet er eine unglaublich schöne Kulisse. Jede Stadt am See hat ihren eigenen Charme und ist sehr anders. Wir haben 3 davon besucht: Panajachel, San Pedro & San Marcos La Laguna. Um von einem zum anderen Ort zu kommen, nutzt man am Lago die Boote, die regelmäßig zwischen den Orten verkehren. Die Kosten betragen dabei je nach Strecke zwischen 10 GTQ und 25 GTC (1 € – 2,50 €, 12/2020). Manchmal dauert es eine gute Dreiviertelstunde, bis das Boot voll ist und losfährt, bringt also etwas Zeit mit.

Panajachel

Panajachel ist die größte Stadt am Lago de Atitlan und hat etwa 12.000 Einwohner. Außerdem ist sie der Dreh- und Angelpunkt für Reisende, da hier die meisten Busse aus Antigua und Guatemala City ankommen. Auch wir sind in Panajachel angekommen und haben eine Nacht dort verbracht. Die Hauptstraße in Panajachel ist gesäumt von Restaurants, Hotels und Verkaufsständen, die traditionelle Maya-Textilien verkaufen: Kleidung, Tücher, Decken, Teppiche, usw. Vom Ufer aus hat man tolle Sicht auf die drei Vulkane. Wir fanden Panajachel für eine Nacht ganz nett, die anderen Dörfer haben uns jedoch besser gefallen.

San Marcos La Laguna

San Marcos ist ein kleiner Ort, der voll von Yoga, Spiritualität und Meditationszentren ist. Hier findet man außerdem viele vegetarische und vegane Restaurants, weshalb wir hier auch die restlichen Nächte am Lago verbracht haben. Uns hat San Marcos richtig gut gefallen, hier herrscht eine entspannte Atmosphäre. Unsere Unterkunft befand sich auf dem Berg, der wirklich sehr steil ist, dadurch hatten wir jedoch die beste Aussicht auf den See und die Vulkane. Auch vom Hafen hat man eine überwältigende Sicht, vor allem zum Sonnenuntergang. Lauft ihr vom Pier weiter am Ufer entlang nach rechts, könnt ihr einen Pfad am Ufer entlangspazieren und kommt nach kurzer Zeit zu einer schönen Aussichtsplattform über dem Wasser. Hier kann man auch ins Wasser springen, wenn man will.

San Pedro

San Pedro ist vor allem bei Backpackern beliebt, da es hier jede Menge Hostels und Bars gibt, in denen Partys gefeiert werden. Außerdem kann man hier super Spanisch lernen, da es viele Schulen dafür gibt. Das ist auch möglich in Kombination mit einem Homestay bei einer lokalen Familie. Wir fanden San Pedro für einen Tagesausflug sehr interessant, von hier hat man eine ganze andere Sicht auf den See als von San Marcos.

Die bunte Kolonialstadt Antigua

Vom Lago de Atitlan sind wir mit dem Shuttlebus nach Antigua gefahren. Dafür gibt es einige Anbieter, die in Panajachel abfahren und etwa 20 € pro Person kosten. Die Anfahrt ist sehr kurvenreicht, aber dafür mit mega Aussicht. In Antigua haben wir dann Weihnachten und Silvester verbracht, und uns dort richtig wohlgefühlt. Man kann es hier definitiv einige Tage aushalten und viel in und um Antigua unternehmen. Antigua ist eine sehr farbenfrohe, ehemalige Kolonialstadt und nur etwa 1 Stunde Fahrzeit von Guatemala City entfernt. Sie bietet tolle historische Kirchen, Kolonialbauten, kopfsteingepflasterte Gärten und viele schöne Restaurants und Cafés.

Vulkane rund um Antigua

Um Antigua herum befinden sich drei Vulkane: Agua, Acatenango und Fuego. Diese könnt ihr von der Stadt aus super bestaunen, ein Highlight ist hier der Vulkan Fuego, der aktiv ist und alle 10 -15 Minuten Lava spuckt. Das kann man auch von Antigua aus beobachten, einfach faszinieren! Um das Spektakel aus der Nähe zu betrachten, solltet ihr unbedingt die 2-tägige Wanderung auf den Acatenango machen, alle Infos dazu findet ihr in diesem Beitrag.

Sehenswertes in der Innenstadt

Das beliebteste Fotomotiv in Antigua ist definitiv der Bogen Santa Catalina auf der 5. Avenida Norte, der auch das Wahrzeichen der Stadt ist. Besonders schön, wenn der Vulkan Agua nicht in Wolken gehüllt ist, und so einen tollen Hintergrund zum Bogen bietet. Auch in Antigua gibt es natürlich einige Kirchen, besonders sehenswert fanden wir die Iglesia de la Merced. Als wir dort waren, war rund um die Kirche ein kleiner Markt mit Essensständen aufgebaut. Auch die Iglesia de San Pedro Apóstol hat uns richtig gut gefallen, sie steht neben einem kleinen Park mit Palmen und einem Brunnen, wo man gut eine Weile entspannen und das Treiben beobachten kann.

Heiligabend in Antigua

Schon die Tage vor Weihnachten ist auch in Antigua alles weihnachtlich dekoriert. Die Parks sind mit Lichtern geschmückt und oftmals sieht man bunt blinkende Weihnachtsbäume. Alles etwas kitschiger als bei uns in Deutschland gewohnt, aber das ist halt Geschmackssache. So richtig in Weihnachtsstimmung sind wir dennoch nicht gekommen, allein schon wegen der doch recht warmen Temperaturen. Heiligabend wird in Guatemala mit einem großen Feuerwerk gefeiert, das um 00:00 Uhr seinen Höhepunkt hat. Aber auch schon am Tag hört man öfters das Knallen von Feuerwerkskörpern in den Straßen. Wir haben das Feuerwerk von der Dachterrasse unserer Unterkunft genossen. Um Mitternacht war wirklich einiges geboten, rund um uns schossen die Raketen in die Luft uns es knallte ganz schön laut. Eine ganz andere Art, Weihnachten zu feiern, wir fanden es total interessant zu erleben.

Cerro de la Cruz

Um die beste Aussicht auf Antigua zu bekommen, solltet ihr zum Aussichtspunkt Cerro de la Cruz laufen, der sich am nördlichen Ende von Antigua befindet. Ungefähr 20-30 Minuten dauert der Aufstieg über Treppenstufen. Von oben bietet sich ein tolles Panorama auf Antigua und den Vulkan Agua.

Besuch einer Kaffeeplantage

Guatemala ist bekannt für seinen guten Kaffee, deshalb darf der Besuch einer Kaffeeplantage natürlich nicht fehlen. Rund um Antigua gibt es einige Farmen, die man besuchen kann. Wir haben die Finca Filadelfia besucht, die etwa 5 Fahrtminuten von der Stadt entfernt liegt. Das Anwesen ist riesig und es gibt dort auch ein Restaurant. Der Kaffee wird vor Ort bzw. in den umliegenden Bergen angebaut und in der eigenen Fabrik geröstet. Aufgrund von Covid konnten wir uns die Fabrik leider nicht anschauen, sondern nur eine begrenzte Tour von 30 Minuten machen, bei der wir die jungen und ausgewachsenen Kaffeepflanzen gezeigt bekamen. Zudem erklärte uns der nette Guide einiges über die Pflanzen und das Ernten von Kaffee und wir schauten uns die Fabrik von außen und die Bohnen beim Trocknen an. Zum Schluss wurde natürlich Kaffee probiert! Wirklich ein guter Kaffee, sehr aromatisch aber nicht bitter.

Schokoladentraum im Choco Museum

Ein weiteres wichtiges Exportgut für Guatemala ist der Kakao. Im Zentrum von Antigua könnt ihr euch im Choco Museum die Herstellung von Schokolade während einer Tour ansehen, und eure eigene Schokolade kreieren. Wir haben die 2-stündige Tour gemacht und ca. 16€ pro Person gezahlt (12/2020). Wir fanden die Tour sehr interessant und lustig gemacht. Neben der Theorie zur Geschichte vom Kakao und den einzelnen Schritten bei der Verarbeitung, kann man auch selbst Hand anlegen und die Bohnen schälen und mahlen. Neben unserer eigenen Schokoladen haben wir auch heiße Schokolade nach verschiedenen Rezepten zubereitet und natürlich probiert. Nach den zwei Stunden hatten wir zwar einen Zuckerschock, aber das lohnt sich.

Träumen in Hobbitenango

Ein weiteres Highlight rund um Antigua ist Hobbitenango. Dabei handelt es sich um einen Themenpark, und wie der Name schon sagt dreht sich alles um kleine Hobbithäuser, die man aus „der Herr der Ringe“ bzw. „der Hobbit“ kennt. Um zum Park zu gelangen, könnt ihr entweder den Shuttleservice des Parks nutzen, der in der Nähe des Cerro de la Cruz abfährt, oder ihr nehmt euch ein Uber. Etwa 20 Minuten geht die Fahrt den Berg hinauf bis zum Parkplatz von Hobbitenango. Dort angekommen bezahlt ihr 50 GTC (ca. 5 €, 12/2020) Eintritt und wartet dann auf einen weiteren Shuttle, der euch bis zum Park bringt. Der Park ist schön angelegt, die kleinen Häuser im Berg sind nett anzusehen und es gibt Restaurants und ein paar Spiele wie Bogenschießen oder Dosenwerfen. Zudem gibt es einige schöne Aussichtspunkte mit Blick auf die Berge und Vulkane. Es lohnt sich auf jeden Fall, Hobbitenango für einen halben bis ganzen Tag zu besuchen.

El Paredon an der Pazifikküste

Der kleine Ort El Paredon liegt an Guatemalas Pazifikküste, nur etwa 2,5 Fahrtstunden von Antigua entfernt. Wir sind mit dem Shuttle für 90 GTQ pro Person (ca. 9€, 01/2021) aus Antigua angereist. Das einstige Fischerdorf gilt als eine der besten Surfdestinationen der Welt, und bietet lange, unberührte schwarze Sandstrände mit Surferwellen. Wie so oft am Pazifik ist Schwimmen hier nicht ganz so einfach, für eine Abkühlung reicht es jedoch, oder ihr nehmt euch eins der tollen Hostels mit Pool. Wir übernachteten im neu eröffneten Mellow Hostel, das zwei nette Deutsche betreiben und das super schöne Tipis und Zimmer hat. Außerdem gibt es einen tollen Pool und eine hippe Atmosphäre. El Paredon selbst ist ein kleiner Ort, in dem es ein paar Tiendas, zwei Apotheken, viele Hotels und wenige Restaurants gibt. Hier herrscht entspannte Stimmung und die Einwohner sind super nett. Achtung: In El Paredon gibt es keinen ATM, nehmt also am besten genügenden Bargeld mit.

Neben dem tollen Strand gibt es in El Paredon einen Fluss, der dicht von Mangrovenwäldern gesäumt ist. Hier könnt ihr euch mit dem Boot durchfahren lassen oder ihr bucht eine Kajak-Tour. Wir haben uns für die Kajak-Tour entschieden, und sind etwa 1,5 Stunden durch die Mangroven gepaddelt. Hier seht ihr viele große Vögel und kleine Krebse und zur Erfrischung gibt’s unterwegs eine frische Kokosnuss. Die Mangroven solltet ihr euch nicht entgehen lassen, wenn ihr in El Paredon seid.

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