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Ecuador

Naturwunder Galapagosinseln: Auf eigene Faust die Insel Santa Cruz entdecken

Die Galapagosinseln sind ein wahres Naturwunder und standen schon lange auf unserer Wunschliste. Hier findet man viele endemische Arten, die sich über Millionen Jahre entwickelten, wie die bekannten Galapagos-Riesenschildkröten. Dazu gesellen sich Echsen, Pelikane, Robben, Haie, Pinguine und eine großartige Unterwasserwelt. Die Inseln sind UNESCO Weltnaturerbe und begeistern mit ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Das Archipel besteht aus über 100 Vulkaninseln, von denen nur wenige für Besucher zugänglich und 5 der Inseln bewohnt sind. Voller Aufregung und Vorfreude, uns diesen Traum zu erfüllen, starteten wir in unser 10-tägiges Abenteuer. Wir haben dabei zwei der größten Inseln auf eigene Faust besucht – Santa Cruz und Isabela. Santa Cruz ist die zweitgrößte und bevölkerungsreichste Insel des Galapagos-Archipels und war unser erstes Ziel. In diesem Beitrag stelle ich euch unserere Highlights der wundervollen Insel vor.

Anreise nach Santa Cruz

Auf Santa Cruz befindet sich der Flughafen Seymour auf der kleinen vorgelagerten Insel Baltra, der gute Verbindungen zum Festland bietet. Meist gibt es Direktflüge von Guayaquil auf die Galapagosinseln. Wir sind von Quito aus geflogen mit einem Zwischenstopp in Guayaquil. Wir konnten jedoch im Flugzeug sitzenbleiben, so war es sehr entspannt. Die Preise für den Hin- und Rückflug Quito – Baltra lagen bei uns bei ca. 200 € pro Person. Wir haben jedoch schon öfters gehört, dass die Preise gerne mal bei 400 € liegen. Hier hat man definitiv Vorteile, wenn man flexibel und nicht an bestimmte Daten gebunden ist, mit ein bisschen Recherche findet man so mit etwas Glück recht günstige Flüge.

Die Hafenstadt Puerto Ayora

Puerto Ayora ist eine nette, kleine Stadt auf Santa Cruz. Hier wohnen rund 12.000 Menschen, und somit der Großteil der Bewohner der Galapagosinseln. Man findet viele Cafés, Restaurants, Souvenirläden und unzählige Tourenanbieter. Besonders der Hafen und die Uferpromenade sind sehr schön, vom Pier aus kann man die Pelikane beim Fischfang beobachten, den lustigen, roten Krabben zusehen und oftmals die kleinen Galapagoshaie im Wasser schwimmen sehen. Total lustig anzusehen sind zudem die vielen Seelöwen, die es sich ohne Scheu vor den Menschen auf den Bänken am Pier gemütlich machen und ihren Mittagsschlaf abhalten. Läuft man die Straße vom Hafen am Ufer entlang kommt man zu einem kleinen Fischmarkt. Dort hoffen hungrigen Vögel und Seelöwen auf einen kleinen Snack oder versuchen sich etwas zu stibitzen.

Visitor Center & Charles Darwin Research Station

Wenn ihr weiter der Straße folgt, kommt ihr irgendwann zum Visitor Center des Galapagos Nationalparks. Der Besuch war wohl mal kostenlos, jetzt kostet er allerdings 10$ Eintritt pro Person, da man nur mit einem Guide hineingehen darf. Es gibt spanisch- und englischsprachige Guides, die bei einer ca. 1,5-stündigen Tour Informationen zu der Flora und Fauna der Inseln und zu den Schildkröten geben. Das Research Center kümmert sich um die Erhaltung der Riesenschildkröten, deshalb kann man hier einige Baby-Schildkröten und ausgewachsene Exemplare in Gehegen sehen. Wir fanden es jedoch viel faszinierender, sie in der freien Natur zu sehen, dazu später mehr. Im Visitor Center befindet sich außerdem die bekannte Schildkröte “Lonesome George”, die nach ihrem Tod einbalsamiert wurde. George war eine Unterart der Pinta-Riesenschildkröte und stammte von der Insel Pinta, wo er 1971 entdeckt wurde. Bis zu seinem Tod war er in der Forschungsstation untergebracht, um den Erhalt seiner Art zu gewährleisten. Allerdings scheiterten die Versuche, und George starb 2012 als vermutlich letztes Individuum seiner Unterart. Die letzte Station ist die Charles Darwin Research Station, ein kleines Museum, das man dann auf eigene Faust besichtigen kann. Dort gibt es weitere Informationen zur Tier- und Pflanzenwelt und ein paar Ausstellungsstücke, wie ein großes Walskelett. Im Areal gibt es außerdem zwei kleine, schöne Strände, von denen man gut den Sonnenuntergang genießen kann. Wir fanden es zwar schade, dass wir das Visitor Center nicht auf eigene Faust und kostenlos erkunden konnten, dennoch hat sich der Besuch gelohnt.

El Chato Giant Tortoise Reservat

Das El Chato Giant Tortoise Reservat befindet sich etwa in der Mitte der Insel. Um günstig dort hinzugelangen könnt ihr den Bus vom Mercado Municipal in Puerto Ayora für 1$ pro Person nehmen und in Santa Rosa aussteigen. Von dort sind es ungefähr noch eine Stunde Fußweg zum Reservat, oder ihr haltet ein vorbeifahrendes Taxi an, was euch für 5$ mitnimmt. Das Reservat ist ein weitläufiger Nationalpark, in dem viele der Riesenschildkröten frei leben. Zur Paarungszeit kommen sie vermehrt dorthin, um danach ihre Eier an der Küste abzulegen. Je nach Saison seht ihr also mehr oder weniger der Tiere. Der Eintritt kostet 5$ pro Person und beinhaltet einen Tee oder Kaffee und den Verleih von Gummistiefeln, die bei Nässe sehr nützlich sind und euch vor den Ameisen schützen. Außerdem befinden sich auf dem Gelände Lavatunnel, durch die man hindurchlaufen kann. Optional könnt ihr das Gelände mit einem Guide ablaufen, der euch auf Spanisch oder Englisch Informationen zu den Schildkröten, den Lavatunneln und der Pflanzenwelt geben kann. Die Bezahlung erfolgt spendenbasiert. Zudem kennt er die Orte, an denen sich die Schildkröten meist aufhalten. Wir haben ein paar der beeindruckenden Riesen gesehen, vor allem die Männchen sind gigantisch. Total faszinierend, sie in der freien Wildbahn zu sehen, anstatt nur in den Gehegen im Visitor Center. Unbedingt ein Muss für die Insel Santa Cruz.

Tortuga Bay

Der Besuch der Tortuga Bay ist ein wirkliches Highlight auf Santa Cruz und eine kostenlose Aktivität. Von Puerto Ayora aus gibt es einen gut angelegten 2,5 km langen Pfad zur Bucht. Wir haben ungefähr 40 Minuten für den Weg benötigt. In der Bucht angekommen hat uns der schöne Strand umgehauen, der Sand ist puderfein und weiß, das Wasser türkisblau. Große, lange Wellen brausen auf den Strand, dazwischen hüpfen kleine Vögel über das seichte Wasser und man sieht viele Meerechsen am Strand herumlaufen oder im Wasser schwimmen. Die Strömung in der Tortuga Bay ist meist sehr stark, deshalb ist der Strand nicht zum Schwimmen geeignet. Läuft man jedoch bis zum Ende des Strands kommt man zu einer kleinen Lagune. Dort gibt es keine Wellen und man kann super im ruhigen Wasser baden. Der Strand ist traumhaft schön und bietet dank der Mangroven viele Schattenplätze. Wir haben beim Baden hier auch wieder Galapagoshaie entdeckt.

Pinzon Schnorchel-Tour

Von Santa Cruz aus gibt es viele Bootsausflüge, bei denen man Schnorcheln kann. Wir haben uns für eine Tour zur Insel Pinzon entschieden. Sie dauerte ca. 7-8 h und kostete 80$ pro Person. Früh morgens geht es von Puerto Ayora aus los mit dem Boot zu verschiedenen Schnorchelplätzen. Wir haben beim Schnorcheln riesige, bunte Fischschwärme, Schildkröten und Meerechsen gesehen. Außerdem sind wir mit Seelöwen geschwommen und getaucht, das war ein einmaliges Erlebnis. Die putzigen Tiere schwimmen um einen herum als wollten sie spielen, und sind überhaupt nicht scheu. Bei der Rückfahrt nach Puerto kamen wir noch am „Fels ohne Namen“ vorbei, den wir ein paarmal umrundeten. Auf dem Felsen entdeckt man einige Seelöwen und auch so ist er toll anzusehen. Mit zwei Angeln versuchte unser Guide Fische zu fangen, war jedoch erfolglos. Insgesamt ein toller Ausflug, bei der man die faszinierende Unterwasserwelt der Galapagosinseln kennenlernen kann.

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2 Kommentare

  1. Irmhild says:

    Liebe Nicole und lieber Tim,
    mit Freude beschauen wir uns eure schönen Bilder. Ihr habt so viele besondere Erlebnisse
    mit der Landschaft und den uns fremden Tieren. Nun müßt ihe Frederick spielen und euch alles
    merken.
    Vielen Dank ,daß wir teilhaben dürfen an euren schönen Erlebnissen.
    Unser Highlight war Bärlauch pflücken und Pesto machen – lecker.
    Überhaupt bewundere ich immer wieder euer leckeres Essen mit viel Obst und Gemüse , das
    ist super. Wir sind gespannt auf eure nächsten Ausflüge. Hatte ich geschrieben , daß Julie die
    gleiche Tour von Santa Martha aus in die Berge gemacht hatte. Da hatte sich ein Flüßchen zu einem
    reißenden Bach durch Regengüsse entwickelt und den konnten sie nur am Strick überqueren.
    Euer Papa macht die Gegend unsicher mit seinem tollen E bike .:-)
    Euch alles Gute und liebe Grüße und Gottes Bewahrung
    Irmhild

  2. […] verbracht und dabei zwei Inseln besucht. Die Highlights der Insel Santa Cruz könnt ihr in diesem Beitrag nachlesen. Die Insel Isabela hat uns sogar noch besser als Santa Cruz gefallen, dort könnt ihr neben der […]

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