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Durch den Südwesten der USA (1/3): Von Los Angeles bis zum Arches Nationalpark

Wir haben während unserer Weltreise zum ersten Mal die Vereinigten Staaten besucht. Ursprünglich stand dieses riesige Land nicht auf der Wunschliste für unsere große Reise, doch Covid zwang uns zum Umplanen und so statteten wir dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten einen Besuch ab. Und wir haben es nicht bereut! Wir waren sofort begeistert von der Weite & Vielfalt des Landes und fühlten uns bei den freundlichen und hilfsbereiten Amis sehr wohl. Natürlich haben wir uns für unsere USA-Reise ein Auto gemietet, hier kam totales Freiheitsgefühl auf und es hat richtig Spaß gemacht. Wir haben während unseres 32-tägigen Roadtrips durch den Südwesten ca. 7250 km zurückgelegt und sind dabei durch 4 Staaten gefahren: Kalifornien, Nevada, Arizona und Utah. Dabei haben wir 16 National- und Stateparks besucht und unzählige Highlights erlebt. Im ersten Teil unseres Roadtrips nehme ich euch mit auf die Reise von Los Angeles in Kalifornien bis nach Utah zum Arches Nationalpark.

Auf der Karte seht ihr unsere komplette Route, die wir gefahren sind. Die rot markierten Punkte sind Teil dieses Beitrags.

Los Angeles

Unser Roadtrip durch den Südwesten der USA begann in Los Angeles, wir haben hier 2 Nächte verbracht und an einem Tag die Stadt erkundet. Los Angeles ist natürlich bekannt für Beach Vibes & Hollywood Glamour, deshalb haben wir hier unter anderem den Venice Beach und Hollywood besucht. Uns haben die 2 Nächte in Los Angeles gut gereicht, da es uns in die Natur und die Nationalparks gezogen hat. Man kann hier jedoch gut und einfach noch länger Zeit verbringen, um diese Riesenstadt zu erkunden.

Sonne, Strand & Palmen am Venice Beach

Die bekannte Strandpromenade am Venice Beach lädt zum Schlendern ein, hier findet man viele bunte Souvenirläden, Cafés und verrückte Menschen. Der Strand ist schön und weitläufig mit vielen Palmen und Plätzen zum Verweilen. Am Skatepark kann man super für eine Weile den Skateboardern zuschauen. Wir haben die entspannte und bunte Atmosphäre am Venice Beach total genossen!

Das Wahrzeichen von Los Angeles: Hollywood

Natürlich gehört der Besuch von Hollywood und speziell dem Walk of Fame dazu, wenn man in Los Angeles ist. Läuft man den Hollywood Boulevard entlang kann man auf den Sternen am Boden einige Bekanntheiten entdecken. Wir fanden den Walk of Fame jedoch nicht wirklich besonders, wir haben mehr erwartet. Dennoch sollte man es mal gesehen haben. Neben dem Walk of Fame ist es natürlich Pflicht, ein Bild mit dem berühmten Wahrzeichen der Stadt zu schießen: dem Hollywood Sign. Das kann man besonders gut vom Lake Hollywood Park sehen. Auch sonst ist der Park schön, vor allem zum Sonnenuntergang.

Griffith Observatory

Leider war das Griffith Observatory bei unserem Besuch wegen eines Meetings geschlossen, und wir konnten nicht bis dorthin laufen. Allerdings hat man auch von etwas weiter unten schon eine schöne Sicht auf die Stadt. Wir waren kurz vor Sonnenuntergang hier, da sieht die Stadt in goldenes Licht gehüllt besonders schön aus. Parken könnt ihr kostenlos beim Greek Theater, falls dort gerade keine Vorstellung stattfindet. Von dort sind es dann ca. 15 Minuten zu Fuß zum Griffith Observatory.

Unser erster Nationalpark: Joshua Tree

Von Los Angeles ging es dann in etwa 2,5 Stunden zum Joshua Tree National Park. Wir sind früh losgefahren, haben den Tag im Nationalpark verbracht und sind abends noch weiter nach Las Vegas gefahren. Das hat super funktioniert, wenn man jedoch größere Wanderungen im Park machen möchte, sollte man sich dort in der Nähe vielleicht eine Unterkunft besorgen. Der Park hat seinen Namen aufgrund der dort vorkommenden Joshua Trees, die größte Art der Gattung der Palmlilien (Yucca). Die Bäume sind überall im Park haufenweise verteilt und sehen toll aus. Ein weiteres Highlight im Park sind die riesigen Felsformationen. Ihr könnt mit dem Auto durch den Park fahren, die Landschaft genießen, und an einigen Aussichtspunkten anhalten, von wo aus es viele Wanderungen gibt.

Las Vegas, wir kommen!

Las Vegas, Baby! Jeder kennt die surreale Stadt spätestens seit dem Film „Hangover“. Las Vegas ist groß, bunt, laut & verrückt. Wir haben 2 Nächte in der Casinohauptstadt verbracht und waren ziemlich beeindruckt. Vor allem nach der Natur im Joshua Tree Nationalpark ein ziemlicher Kontrast. Nach etwa 3 Stunden Fahrt durch die Wüste erscheint auf einmal diese Riesenstadt wie aus dem Nichts. Ein Casinohotel ist imposanter als das andere und auch hier trifft man auf viele lustige Gestalten. Wir haben in der Nähe des Las Vegas Strip übernachtet, das können wir euch nur empfehlen. So teuer sind die Hotels dort zudem gar nicht.

Den Strip sind wir einmal bei Tag und bei Nacht abgelaufen, um uns das Spektakel anzuschauen. Man kann dann in die verschiedenen Casinohotels gehen und die imposanten Gebäude von innen bestaunen. Besonders beeindruckt hat uns das Luxor, das eine riesige Pyramide darstellt, und das Venetian, in dem es einen echten Kanal mit Gondelfahrern und einen unechten Himmel gibt. Auch die Wasserfontänen-Show beim Bellaggio ist toll anzusehen, regelmäßig tanzt hier das Wasser passend zum Takt der Musik durch die Luft. In den Casinos kann man natürlich überall einiges an Geld liegenlassen und zocken. Uns hat Las Vegas sehr beeindruckt und gut gefallen, allerdings waren wir danach auch froh, wieder in der Natur zu sein.

Hitze & Sand im Valley of Fire State Park

Nur etwa eine Stunde Fahrzeit von Las Vegas liegt der Valley of Fire State Park. Ihr sollten den Park unbedingt besuchen, uns hat er richtig gut gefallen. Wir haben ihn auf dem Weg zum Grand Canyon besucht. Der Park besticht mit Felsen in allen möglichen Rottönen, schon die Fahrt durch den Park ist ein echtes Highlight. Links und rechts säumen hohe, spitze, feuerrote Felsformationen die Straße. Auch hier kann man wieder mit dem Auto durch den Park fahren, an verschiedenen Punkten anhalten und wandern gehen. Wir haben hier ein paar kurze Wanderungen gemacht, die durch die hohen Temperaturen und den sandigen Untergrund doch recht anstrengend waren. Nehmt genügend zu Trinken mit und cremt euch ein.

Naturwunder Grand Canyon

Der Grand Canyon ist wohl DER Nationalpark des Südwestens. Jeder kennt ihn und das zu Recht – er ist wirklich beeindruckend. Es lohnt sich, frühzeitig nach einer Unterkunft Ausschau zu halten, die sind sehr begehrt und entsprechend teuer. Die Unterkünfte direkt im Grand Canyon Village lagen alle deutlich außerhalb unserer Preisklasse (ab 200€ aufwärts pro Nacht), weshalb wir für 2 Nächte in Williams übernachtet haben. Das liegt ca. eine Stunde Fahrzeit südlich vom Grand Canyon. Wir haben sowohl den Sonnenaufgang als auch den Sonnenuntergang im Grand Canyon angeschaut und können euch beides ans Herz legen. Wenn man eine Stunde Anfahrt hat, ist es zwar hart, sich so früh aus dem Bett zu quälen, aber es lohnt sich definitiv! Wir haben den Sonnenaufgang am Mather Point angeschaut, der liegt zu Fuß nur ein paar Minuten vom Visitor Center entfernt, wo ihr das Auto parken könnt. Am besten seid ihr eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang da, denn zu dieser Zeit ist das Licht schon total schön. Packt euch warm ein, denn früh morgens ist es meist noch sehr kalt, bei uns waren es knapp unter 0°C. Und dann heißt es nur: genießen und staunen. Wenn die Sonne auftaucht, wird es auch schnell wärmer.

Nach Sonnenaufgang sind wir mit dem kostenlosen Shuttle Bus den Canyon entlanggefahren, an verschiedenen Punkten ausgestiegen und Teilstrecken gewandert. Überall hat man wundervolle Sicht in den Canyon hinab, der einfach beeindruckend ist. Ab einer bestimmten Stelle sieht man auch den Colorado River, der sich durch die Felsen schlängelt. Kaum zu glauben, dass so ein einzelner Fluss diesen mächtigen Canyon schuf. Wir haben den ganzen Tag im Canyon verbracht und bis zum Sonnenuntergang beim Hopi Point gewartet. Dort beleuchtet die untergehende Sonne wunderschön die Felsformationen und man kann das Licht- und Schattenspiel beobachten. Fazit: Sonnenaufgang und Sonnenuntergang an einem Tag mit einer Stunde anfahrt und vielen Wanderungen kann man machen, muss man aber nicht. Wir fanden es war ein unbeschreiblich schöner, aber ebenso anstrengender Tag. Wenn ihr also mehr Zeit habt, besucht den Grand Canyon ruhig einmal zum Sonnenaufgang und einmal zum Sonnenuntergang.

Lake Powell & Glen Canyon

Vom Grand Canyon aus ging es in ca. 2,5 Stunden nach Page, ein kleiner Ort in Arizona an der Grenze zu Utah, der perfekt gelegen ist. Er befindet sich direkt beim Lake Powell und der Glen Canyon National Recreation Area. Wir haben dort 2 Nächte verbracht, da es einiges zu sehen gibt.

Das berühmte Horseshoe Bend

Auf dem Weg nach Page solltet ihr beim berühmten Horseshoe Bend halten, der Parkplatz befindet sich direkt an der Straße und von dort sind es noch 15 Minuten zu Fuß. Wie der Name schon sagt, macht der Colorado River hier eine Biegung, sodass er wie ein Hufeisen aussieht. Das ergibt ein imposantes Bild mit den orangeroten, steilen Felswänden, durch die der Fluss verläuft. Vom Aussichtspunkt kann man rechts und links auf den Felsen entlanglaufen und das Horseshoe Bend aus verschiedenen Winkeln bestaunen.

Der Stausee Lake Powell

Der Lake Powell ist ein schöner Stausee, der Mitte der 1960er Jahre durch Aufstauung des Colorado Rivers entstand. Es gibt schöne Aussichtspunkte und Wanderungen rund um den See. Mit dem Auto kann man über den Glen Canyon Damm fahren, der den Lake Powell staut. Von der Brücke aus hat man gute Sicht auf den mächtigen Staudamm und auch nochmal schöne Sicht auf den Colorado River, der sich durch den Glen Canyon schlängelt. Etwas abseits der Hauptstraße gibt es auch noch den Glen Canyon Dam Overlook, hier kann man den Staudamm von etwas weiter weg gut sehen.

Lone Rock Beach

Unser Highlight am See war der Lone Rock Beach. Ein großer, einsamer Felsen ragt hier aus dem türkisblauen Wasser, das von weißem Sand umrahmt wird. Bei gutem Wetter kann man hier baden und die Sonne genießen. Ein total schöner Ort, hier hat es uns richtig gut gefallen. Wenn man mit dem Camper unterwegs ist, kann man hier auch direkt am Wasser campen.

Unterwegs im Navajo-Gebiet: Monument Valley

Auf dem Weg von Page zum Arches National Park liegt das Monument Valley, welches sich im größten Indianerreservat der USA befindet, dem Navajo Nation Reservation. Das Reservat ist ungefähr so groß wie Bayern und dort befinden sich neben dem Monument Valley weitere bekannte Sehenswürdigkeiten wie der Canyon de Chelly und der Antelope Canyon (dieser war wegen Covid bei uns leider noch geschlossen). Die bekannten großen Felsformationen des Monument Valleys kann man schon von der Straße aus gut erkennen. Unser Glück, denn leider hatte der Nationalpark aufgrund der aktuellen Pandemie geschlossen, und wir konnten die Monumente lediglich von außen betrachten. Man bekommt aber auch von dort schon einen guten Eindruck und fährt man die Straße weiter, kann man immer wieder anhalten und verschiedene Felsformationen entdecken. Wir haben schließlich in Monticello übernachtet, das liegt 1 Stunde vom Arches National Park entfernt, den wir am nächsten Morgen besuchten.

Arches National Park in Utah

Der Arches National Park ist einer der beliebtesten Parks in Utah und für seine Felsbögen bekannt. Der Park ist ziemlich groß und kann auch wieder gut mit dem Auto befahren werden. Die unterschiedlichsten Felsformationen und natürlich -bögen lassen sich hier von Aussichtspunkten oder auf Wanderungen entdecken. Wir haben mehrere kurze Wanderungen unternommen, da es an dem Tag leider regnerisch war. Der wohl bekannteste Bogen ist der Delicate Arch. Leider kann man ihn vom Aussichtspunkt nur von weitem begutachten. Auf einem ca. 5 km langen Wanderweg kann man auch direkt zum Felsen hinlaufen, das haben wir aufgrund des Wetters jedoch ausgelassen. Im Arches National Park kann man total viel entdecken und locker einen ganzen Tag, oder auch mehr dort verbringen.

https://colifree.de/durch-den-suedwesten-der-usa-2-3-von-utah-ueber-nevada-bis-ins-napa-valley-in-kalifornien/

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1 Kommentar

  1. […] wo wir zahlreiche Nationalparks und Naturwunder bestaunen konnten. Das könnt ihr alles in Teil 1 & Teil 2 meines Reiseberichts nachlesen. Der letzte Teil unseres Roadtrips führt von San […]

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