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Nordmazedonien

Nordmazedoniens Hauptstadt Skopje und der wunderschöne Ohridsee

Nordmazedonien ist ein touristisch wenig bekanntes Reiseland und wir hätten selbst nicht gedacht, dass wir auf unserer Weltreise in dieses außergewöhnliche Land reisen werden. Wir wussten auch kaum etwas von Nordmazedonien, konnten es gerade so auf der Karte ausfindig machen. Da uns unser Balkan-Roadtrip jedoch ins Nachbarland Albanien führte, fingen wir an, uns mit Nordmazedonien auseinanderzusetzen und beschlossen kurzfristig, für ein paar Tage dorthin zu fahren. Nordmazedonien liegt an der Grenze zu Albanien, dem Kosovo, Griechenland und Bulgarien und dadurch nicht direkt an der Adriaküste. Aber auch wenn es keinen Strandurlaub bietet, findet man dort einige Highlights. Wir haben unsere Nordmazedonien-Reise auf die Hauptstadt Skopje und den schönen Ohridsee beschränkt, die ich euch in diesem Beitrag vorstellen möchte. Und euch dadurch hoffentlich für dieses tolle Land begeistern kann.

Die verrückte Hauptstadt Skopje

Ach, Skopje! Die Hauptstadt Nordmazedoniens hat uns total fasziniert. Wir sind ohne Erwartungen oder Wissen über die Stadt und relativ spontan nach Skopje gefahren und haben dort 3 Tage verbracht. Und wir haben es nicht bereut. Ihr solltet Skopje auf jeden Fall einen Besuch abstatten, wenn ihr in Nordmazedonien seid. Auch für einen Städtetrip eignet sich Skopje super. Skopje ist voller heroischer Statuen, Monumenten und Gebäuden. Diese wurden während des Projekts Skopje 2014 durch die Regierung errichtet. Das Projekt wurde ins Leben gerufen, um eine grundlegende Neugestaltung der Stadt vorzunehmen. Offiziell kostete der Umbau 80 Millionen €, Kritikern zufolge jedoch bis zu 500 Millionen €. Es ist wirklich unfassbar, wie viele neue Gebäude aufgrund der Neugestaltung im Stadtzentrum stehen. Skopje wirkt so etwas kitschig und wird gerne auch das „Disneyland des Ostens“ genannt. Dennoch eine sehr beeindruckende und schöne Stadt.

Wusstet ihr, dass Mutter Teresa im heutigen Skopje geboren wurde? Deshalb wurde ihr dort ein Gedenkhaus, das Mutter-Teresa-Haus errichtet. In diesem befindet sich ein Museum mit Skulpturen und Erinnerungsstücken, das wir jedoch nicht besucht haben. Aber auch von außen ist das außergewöhnlich gebaute und gestaltete Haus schön anzusehen. Auf Informationstafeln kann man sich ein wenig über Mutter Teresa informieren.

Läuft man vom Mutter-Teresa-Haus ins Zentrum, weiß man gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Unübersehbar thront auf einer 22 Meter hohen Statue Alexander der Große, umgeben von weiteren Statuen und Springbrunnen in der Mitte des Hauptplatzes. Dieser liegt am Ufer des Flusses Vardar, der durch das Stadtgebiet fließt. Um den Platz stehen einige imposante Gebäude, wie das Skopje Marriott Hotel.

Mehrere Brücken verbinden den Hauptplatz mit dem Alten Basar. Die alte Steinbrücke ist wohl die bekannteste und ein Wahrzeichen von Skopje, welches auch auf dem Stadtwappen dargestellt ist. Früher verband sie die Altstadt nördlich und südlich des Flusses. 1421 wurde sie auf Fundamenten aus dem 6. Jahrhundert erbaut und bis heute mehrmals renoviert.

Neben der Steinbrücke findet man die neu errichtete Augenbrücke. 28 Skulpturen reihen sich auf dem Brückengeländer auf. Die Brücke führt direkt zum Archäologischen Museum. Ein beeindruckendes, riesiges Gebäude mit weißen Säulen und mazedonischen Flaggen auf den Kuppeln. Direkt daneben die Agentur für elektronische Kommunikation, ein ebenfalls beeindruckendes, freistehendes, eckiges Gebäude. Natürlich hat auch das wieder Statuen auf dem Dach.

Läuft man in Richtung des Alten Basars, stößt man am Eingang zu diesem auf ein weiteres, riesiges Krieger-Monument. Dahinter liegt der Daut-Pascha-Hamam, ein ehemaliges Badehaus mit 13 Kuppeln. Heute ist hier die Nationale Kunstgalerie untergebracht.

Unbedingt zu empfehlen ist auch ein Besuch des alten Basars, der im Vergleich zur „Neustadt“ einen starken Kontrast darstellt. In dem alten Handels- und Marktviertel ist von Kleidung, über Goldschmuck, bis zu frischem Obst und Gemüse fast alles zu finden. Am besten hat uns der der Bit Pazar am Ende des alten Basars gefallen. Hier gibt es einen überdachten Marktbereich mit frischem Obst und Gemüse, Nüssen, Gewürzen und vielem mehr. Dort ist einiges los und die Einheimischen feilschen mit den Händlern. Wir haben hier die leckersten Pistazien überhaupt gekauft, die auch noch richtig günstig waren, im Vergleich zu dem, was man von Deutschland kennt.

Ein weiteres Highlight in Skopje ist die alte Festung Kale, die hinter dem Basar auf dem höchsten Punkt der Stadt liegt. Die Festung ist von der Straße über eine Treppe erreichbar, durch ein Tor gelangt man ins Innere. Der Eintritt ist kostenlos. Man kann auf der Festungsmauer entlanglaufen und hat von dort eine schöne Sicht auf die Altstadt von Skopje. Am Wochenende trifft man dort auch einige Nordmazedonier, die durch die Festung spazieren. Wir hatten das Glück, auf eine nette mazedonische Familie zu stoßen, die den Sünnet ihres Sohnes feierten. Die Kinder waren traditionell gekleidet und sahen total zauberhaft aus.

Tatsächlich habe ich in meinem Bericht über Skopje nur ein paar der vielen Gebäude und Monumente beschrieben, es gibt einfach zu viele davon. Es macht total Spaß, sich einfach durch die Stadt treiben zu lassen, und alles zu entdecken.

Die Perle Ohrid am Ohridsee

Der Ohridsee ist ein echtes Juwel, das wir auf unserer Balkanreise entdeckt haben. Er ist der zweitgrößte See der Balkanhalbinsel und einer der ältesten Seen der Erde. Den Ohridsee teilen sich Albanien und Nordmazedonien, wobei in Nordmazedonien der größere Teil des Sees liegt.

Am See liegen einige schöne Städtchen, am bekanntesten ist wohl die Stadt Ohrid, die auf einem Hügel liegt. Ohrid hat uns richtig gut gefallen, ihr solltet die Stadt auf keinen Fall verpassen, wenn ihr eine Nordmazedonien-Reise plant. Ohrid ist mit knapp 40.000 Einwohnern keine besonders große Stadt, hat jedoch einige Highlights und ein ganz besonderes Flair zu bieten. Sie gehört zu den Lieblingsstädten unserer Balkanreise. Eine gut erhaltene Altstadt, viele Kirchen und ein Basar, der zum Schlendern und Verweilen einlädt. Man kann Ohrid gut an einem Tag ablaufen, wir haben dafür an der bekannten Kirche des heiligen Johannes von Kaneo gestartet. Die kleine, steinerne Kirche liegt etwas erhöht direkt am Ufer des Ohridsees und bietet so ein malerisches Bild.

Von hier aus kann man einen schönen Uferweg laufen. Vorbei geht es an kleinen Stränden mit Cafés und über Holzstege mit mazedonischen Anglern bis zur Sophienkirche. Die dreischiffige Kirche ist ziemlich groß und hat einen schönen Innenhof. Man kann einmal um die Kirche herumlaufen und ist direkt in der Altstadt von Ohrid angekommen. Wunderschöne Häuser im schwarz-weißen Stil reihen sich an den engen, steilen Gassen aneinander.

Läuft man die gepflasterten Straßen nach oben, kommt man am alten Theater vorbei. Das Theater wurde 200 v. Chr. erbaut und besteht aus stufenförmigen Sitzreihen aus Stein, die in einem Halbkreis angeordnet sind.

Etwas weiter oben kommt man an zwei weiteren Kirchen vorbei, der Heiligen Maria Peribleptos und der Konstantin und Helena Kirche. Die beiden liegen direkt nebeneinander und bieten ein schönes Bild, mit der alten Festungsmauer im Hintergrund.

Von hier aus geht es über einen kleinen Pfad durch die Bäume und über kleine Treppen auf der anderen Seite der Stadt wieder hinunter. Dann ist man fast schon beim alten Basar angekommen und kann sich schön durch die belebten Straßen treiben lassen. Natürlich kommt man neben den zahlreichen Kirchen auch an einigen schönen Moscheen in Ohrid vorbei. Ohrid ist wirklich wunderschön und vielfältig, wir haben nicht erwartet, eine so schöne Stadt am Ohridsee vorzufinden. Ein Besuch der Stadt lässt sich auch super mit einer Albanienreise verbinden, da sie nur unweit der albanischen Grenze liegt.

1 Kommentar

  1. […] immer traumhafte Ausblicke beschert. Wenn ihr genügend Zeit mitbringt, könnt ihr einen Abstecher nach Nordmazedonien machen, was auch einige Highlights zu bieten hat. Albanien hat sich zu unserem Lieblingsland auf […]

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