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Mexiko

Puebla und seine magischen Dörfer: Cholula und Atlixco

Puebla ist eine der ältesten Städte Mexikos und wurde 1531 gegründet. Außerdem ist sie die viertgrößte Stadt Mexikos und Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates. Puebla liegt etwa 100 km östlich von Mexiko-Stadt in einem Tal auf ca. 2200 m Höhe und wird von einigen Riesen eingerahmt wie dem aktiven Vulkan Popocatépetl (5.636 m) und dem Vulkan Iztaccíhuatl (5.230 m). Da Puebla einst an einer wichtigen Handelsstraße für Waren aus Asien lang, ergab sich Wohlstand für die Stadt, was man auch heute noch an den vielen barocken Gebäuden und Kirchen im Zentrum erkennen kann. Uns hat Puebla richtig gut gefallen, die Altstadt besticht mit ihrem Charme und in der Umgebung gibt es schöne kleine Städte, die zu einem Ausflug einladen, wie Cholula und Atlixco. Sehenswertes in Puebla und die nahgelegenen Städte stelle ich euch in diesem Beitrag vor.

Die schönsten Ecken von Puebla

Das Centro Histórico

Die Altstadt Pueblas gehört seit 1987 zum UNESCO Weltkulturerbe und ist wirklich sehenswert. Beeindruckende Kirchen und Häuser reihen sich aneinander, mehr als 70 Kirchen und 1000 Gebäude im Kolonialstil könnt ihr finden. Am besten lasst ihr euch einfach treiben und genießt den Trubel, die Verkäufer und die vielen Läden und Restaurants. Und nach ein paar Hundert Metern entdeckt ihr schon die nächste Kirche oder das nächste schöne Gebäude.

Die große Kathedrale

Am auffälligsten ist natürlich die große Kathedrale von Puebla, welche die höchste und zweitgrößte in Mexiko ist. Die beiden Türme sind knapp 70 m hoch und sehr imposant. Die Kathedrale steht natürlich am Zócalo, dem zentralen Platz. Dort gibt es viele schattenspendende Bäume und einen Springbrunnen im Zentrum des Platzes. Rund um den Platz ist ordentlich was los, es gibt dort zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Auch abends ist es einfach schön, das Treiben zu beobachten und so einen kleinen Einblick in das mexikanische Leben zu erhalten.

Los Sapos

Eine weitere schöne Ecke in Pueblas Zentrum ist Los Sapos. In dieser bunten Gasse gibt es viele tolle Antiquitäten- und Keramikläden. Außerdem ein paar kleine Cafés und Bars. Ich liebe solche bunten, kleinen Straßen, in denen es so viel zu entdecken gibt.

Zona Histórica de Los Fuertes

Etwas außerhalb des Zentrums findet ihr die Zona Histórica de Los Fuertes – einen großen Park mit Museen, einem Aussichtspunkt und einer Seilbahn. Allein wegen der Aussicht lohnt sich ein Besuch, vom bunten Schriftzug Pueblas könnt ihr die Stadt überblicken.

Ausflug nach Cholula

Cholula liegt etwa 15 km westlich von Puebla und lässt sich deshalb super für einen Tag von Puebla aus erkunden. Am günstigsten könnt ihr die Stadt mit dem öffentlichen Bus oder Minivan (Colectivo) erreichen. Die Busse fahren vom ADO CAPU ab, die Minivans an einer Ecke am Rande der Altstadt (Av 6 Pte 1106), oder ihr haltet sie einfach beim Vorbeifahren an. „Cholula“ ist vorne ausgeschrieben, deshalb könnt ihr nicht viel falsch machen. Mit dem Minivan hat uns die Fahrt 8 Pesos pro Person (ca. 0,30 €, 11/2020) gekostet und dauerte ca. 30-40 Minuten. Cholula ist eine sehenswerte Stadt mit etwa 90.000 Einwohnern.

Die Hauptattraktion dort ist die größte Pyramide der Welt (nach Volumen), wer hätte das gedacht? Die Pyramide steht auf einer Grundfläche von 450 x 450 m, jedoch sieht man heutzutage nicht mehr allzu viel davon. Die Struktur wird von einem großen Erdhügel verdeckt, auf den die Spanier im 19. Jahrhundert die Kirche Nuestra Señora de los Remedios errichteten. Besichtigen könnt ihr nur ein paar Ausgrabungen mit Hinweisen auf die originale Höhe der Pyramide. Von der Kirche aus hat man tolle Sicht auf die Stadt und bei gutem Wetter den Vulkan Popocatepetl. Leider ist der Aufstieg aktuell nicht möglich (11/2020). Gleich neben der Kirche gibt es einen großen Platz mit Souvenirverkäufern und Foodtrucks. Außerdem verkaufen zahlreiche Händler in großen Körben Beeren und Nüsse. Insgesamt eine schöne Atmosphäre und ein lohnender Ausflug.

Die Blumenstadt Atlixco

Atlixco ist eine Stadt mit etwa 125.000 Einwohnern, die südwestlich von Puebla liegt. Sie ist eine der neun „Pueblos Magicos“ des Bundesstaates Puebla, also magisches Dorf. Und das zu Recht, wie ich finde. Bekannt ist Atlixco für seine Blumen, deshalb ist die Stadt auch als „Atlixco de las flores“ bekannt. Auf dem zentralen Platz, direkt vor der gelben, schönen Kirche werden einige kleinere Blumen und Pflanzen verkauft. Zudem gibt es in Atlixco viele Gewächshäuser, die wir jedoch nicht besucht haben. Atlixco besticht mit farbenfrohen Gebäuden und schönen Straßen, die zum Teil mit bepflanzten Hängekörben geschmückt sind. Da wir zur Vorweihnachtszeit dort waren, schmückten rote Weihnachtssterne die Straßen.

Um die bunte Stadt von oben betrachten zu können, lohnt sich der Aufstieg auf die Capilla de San Miguel, die auf einem kleinen Hügel thront. Diesen seht ihr schon von der Stadt aus, und deshalb könnt ihr ihn auch kaum verfehlen. Am besten folgt ihr der Avenida Hidalgo, bis ihr auf die alte, verfallene Kirche Exconvento de San Francisco trefft.

Dort führen Treppen nach oben, die dann wieder auf einen Weg treffen. Folgt ihr diesem Weg, kommt ihr irgendwann am Aussichtspunkt an. Die Aussicht von oben ist wirklich fantastisch, bei klarer Sicht bietet sich ein tolles Bild des Popocatépetls, und auch die bunten Häuser und Dächer sind toll anzusehen.

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